Wir reisten schon einen Tag früher an: Tommi hatte uns für den letzten Schultag eine Unterrichtsbefreiung besorgt und so konnten wir bereits auf der Piste sein, als die Touristen noch auf der Autobahn im Stau standen.
Wie immer hatten wir uns als Quartier einen Bauernhof ausgesucht, konnten beim Melken helfen, sammelten unsere Frühstückseier im Hühnerstall selbst und hatten auch mit den Kindern des Hofes schnell Freundschaft geschlossen. Es wird berichtet, dass zwischen Michi und der kleinen Anna noch ein intensiver Briefkontakt besteht!
Im Skigebiet Obereggen kannten wir uns aus, denn zum dritten Mal hatten wir hier schon unsere Weihnachtsferien verbracht.
Bei einer Schneehöhe von knapp eineinhalb Metern waren alle Pisten bestens präpariert, Sonnenschein und ein wolkenloser Himmel motivierte auch unsere Anfänger. Die meisten hatten den Bogen schnell raus und schauten nach kurzer Zeit zur Gondel, die weit über die Baumgrenze hinaus schwebt und von dort viele anspruchsvolle Abfahrten bietet.
Für die Abende hatten wir uns vorgenommen, ein Schachspiel herzustellen. Das Holzbrett wurde in seine Felder eingeteilt und bemalt, die Figuren aus einer Gipsart gegossen (die Dame brach sich dabei zweimal den Hals) und in Gold und Silber lackiert – im Frühjahr soll das Spiel auf dem Flohmarkt verkauft werden.
Zum Schluss einen herzliches Dankeschön an Gerd, der nicht nur sein Auto zur Verfügung stellte, sondern auch allen Kasseler Skihasen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand.
Graue Jungenschaft Kassel
im Januar 2004
von: gj-kassel am: 7. Mai 2004